Seit das letzte Mal ein Unterländer Paar das R/N-Springen vom CSI Zürich für sich entscheiden konnte, ist es Jahre her. Auch Claudia Egli aus Dällikon war bereits ein Dutzend Mal dabei gestern aber erstmals als strahlende Siegerin. Sie präsentierte dem Publikum Carlino VI CH, im Besitz und gezüchtet von Monika Bader aus Regensdorf. Das Paar schaffte einen fehlerfreien Umlauf mit einer Bestzeit, die bis zum Schluss nicht unterboten wurde. «Ich hatte mehr als ein Pferd zur Auswahl. Weil Carlino vor zwei Jahren bereits einen guten Job machte, habe ich mich für ihn entschieden», erzählte später die glückliche Gewinnerin und verriet ausserdem: «Carlino war total bei der Sache. Das eher kleine und unscheinbar wirkende Pferd verfügt über einen grossen Galoppsprung. Trotzdem kommt der Sieg für mich völlig unerwartet.» Im Parcours lief nämlich nicht alles glatt. Am letzten Sprung musste die 28-jährige Dällikerin aufgrund der zu gross eingeteilten Distanz doch noch kurz die Luft anhalten. Claudia Egli zeigte aber wie gewohnt starke Nerven und sah es als Vorteil, bereits CSI-Erfahrung mitgebracht zu haben.
Ulla Bollinger aus Winkel mit ihrem ASZ, die als erste Unterländerin gestartet war, zeigte sich mit ihrem 27. Platz nicht ganz zufrieden. Sie war aber nach wie vor begeistert, dass sie im Hallenstadion überhaupt hatte starten können. Die besondere Atmosphäre hatte auch Yvonne Angliker aus Buchs in die Zürcher Arena gelockt. Die Stilistin ist nur noch selten an Turnieren im Einsatz zu sehen, denn sie trainiert lieber zu Hause und bildet junge Pferde aus. Die Möglichkeit, am CSI Zürich mitzumachen, wollte sich Angliker aber nicht entgehen lassen. Und obwohl dem Paar der Auftritt mit Rang 23 nicht nach Wunsch gelang, hatte der Stadion-Speaker Freude an der Scheckenstute und meinte: «Jetzt kommt etwas Farbe ins Hallenstadion».
Pech für Peter Rogenmoser
Die ersten zehn Klassierten von den beiden Helferprüfungen können heute Samstag (9.30 Uhr) am Equipenspringen mit international bekannten Reitgrössen teilnehmen. Im vergangenen Jahr belegte Peter Rogenmoser aus Bülach den unglücklichen 11. Rang und war nicht dabei. Mit Kilcloney Countess sah es diesmal ganz nach einer Qualifikation aus, als am letzten Hindernis doch noch eine Stange zu Boden ging. Wieder reichte es in der Schlussabrechnung nur für den undankbaren Platz 11. Der Bülacher Unternehmer kann jetzt nur noch auf eine Absage eines qualifizierten Paares hoffen.
Siegerin Claudia Egli macht sich über das Equipenspringen und die Frage nach dem Wunschreiter keine grossen Gedanken: «Ich möchte einfach bei der Parcoursbesichtigung gut unterstützt werden und etwas dabei lernen können.»
Mehr zum Thema in der Printausgabe des «Zürcher Unterländers» vom 28. Januar.
